Kasten: Hintergrund:
Das Projekt
Aus dem städtebaulichen Rahmenplan für die Stuttgarter Straße/ Französisches Viertel
Zu "öffentlicher Raum"
Ziel der Planung ist, die Straßen und Plätze im Entwicklungsgebiet in erster Linie als Aufenthaltsräume für Menschen und erst in zweiter Linie als Verkehrsträger zu entwicklen . Die nachindustrielle Gesellschaft, die durch den Gebrauch von mehr oder weniger anonymen Massenmedien geprägt ist, benötigt öffentlichen Begegnungsraum; dies gilt ganz besonder für den Alltag von Kindern und ätleren Menschen, von Randgruppen und Zuwanderern.
Zu "Freiraum-Nutzungen"
In einem verdichteten Stadtgebiet kommt der Nutzungsqualität der Freiräume erhöhte Bedeutung zu. Die öffentlichen und die privaten Freiräume ergänzen die Bauquartiere und tragen in besonderer Weise zur Unverwechselbarkeit des Stadtteils bei. .....neben diesen mulitfunktionellen Freiflächen gibt es Bereiche für die Bedürfnisse einzelner Gruppen z.B. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen....
Aus dem Vertrag der JES-Stiftung
Projektziel:
Mit dieser gemeinsamen Aktion von Jugendlichen aus dem Gebiet von Loretto-Areal und Französischem Viertel sowie angrenzenden Stadtteilen werden Jugendliche aus den verschiedenen sozialen Milieus und kulturellem Hintergrund in einem gemeinsamen Projekt zusammengebracht. Hiermit wird eine nicht sichtbare Trennlinie zwischen den Altbauten (sozialer Wohnungsbau) und dem neu entstandenen Stadtteil aufgehoben. Das Kunstobjekt soll auch von seinem Inhalt her dieses darstellen. (Wenn am Ende die "Zerrissenheit" dargestellt wird, ist auch damit eine Verbindung dokumentiert, nämlich eine, die den Weg weist)
Stichworte zur sozialen Situation in der Südstadt aus einer Fallstudie des EVALO-Projektes, WEEBER + PARTNER, Stuttgart, 2003
Verteilung der Altersgruppen
- Loretto und Französisches Viertel wenig alte Leute, viele Kinder
- Wennfelder Garten, Galgenberg, altes Südstadtgebiet und südl. des Sternplatzes hoher Anteil älterer Menschen
- Wohngebiet Stuttgarter Straße über 40% unter 18 Jahre, junge Familien mit vielen Kindern
Zusammenleben
- Nicht viele Kontakte zwischen den Untervierteln der Südstadt
- Soziale Konflike
- Grenzen sich teilweise gegeneinander ab (aus wegen Sprachbarrieren)
- oft Störungen durch Jugendliche
Positives, Gründe zu Bleiben
- Gut geeignet für Kinder
- Attraktives Quartier
- Lagegunst
- Günstige Kauf- Mietpreise
- Verwurzelung
Vorschläge zur Förderung des Zusammenlebens
-Aktionen, die helfen, die Patchworkstruktur zu überwinden
- Kneipen, offene Treffs, Werkstadthaus
- Soziale Durchmischung fördern