IDEE

Im Werkstadthaus sind das Handwerkliche, das Künstlerische und das Geistige, das Kulturelle und das Soziale keine Gegensätze sondern komplementär. Arbeiten, produzieren, gestalten, konsumieren, debattieren, reflektieren, sich bilden, austauschen und feiern haben im Werkstadthaus den gleichen Stellenwert.

Das Werkstadthaus bietet die Möglichkeit neue Dinge auszuprobieren. Von der ganz einfachen handwerklichen Idee  bis zum anspruchsvollen multimedialen Projekt über intellektuelle Reflexion kann jedeR experimentieren und versuchen, alleine oder mit Anderen, den Weg der Entdeckung möglichst weit zu gehen. Das Scheitern existiert nicht, es ist immer eine Erkenntnis.

Im Werkstadthaus zeigt sich eine Haltung, bei der die Trennung von Kopf, Hand und Bauch so weit es geht aufgehoben wird, genauso wie die Trennung zwischen KonsumentInnen und Produzierenden oder zwischen geistiger und handwerklicher Arbeit, nicht zuletzt auch zwischen Geschlechtern, Kulturen und Generationen.

Hinter der Idee des Werkstadthauses steckt Lebensstil und Utopie. Lebensstil, weil es eine Absage an die kommerzielle Hochglanz-Kultur bedeutet und den Versuch darstellt autonom etwas zu entwickeln. Es ist eine Utopie, weil man im Konzept der Werkstattarbeit etwas sucht, was in der Gesellschaft zunehmend verschwindet: der kreative Genuss,  die solidarische Haltung in der Zusammenarbeit, das Engagement für den Gemeinwesen.